Zugang über die Nase
Der Weg beginnt in der Nasenhöhle: Riech- und Trigeminusbahnen bilden dort direkte anatomische Verbindungen zum zentralen Nervensystem.
Ein nicht invasiver Weg, konzentrierte Exosomensignale in Richtung des zentralen Nervensystems zu bringen
Die intranasale Gabe ist ein neuer Verabreichungsweg in der regenerativen Medizin: Aus MSC gewonnene Exosomen werden nicht invasiv in Richtung des zentralen Nervensystems gebracht. Dabei wird die besondere Anatomie der Nasenhöhle genutzt, in der die Bahnen des Riech- und des Trigeminusnervs direkte Verbindungen zum Gehirn herstellen. So umgeht die intranasale Exosomengabe die Blut-Hirn-Schranke, ohne dass eine Lumbalpunktion oder ein chirurgischer Eingriff nötig ist. Als extrazelluläre Vesikel im Nanobereich (30–150 Nanometer) sind Exosomen für diesen Weg ideal geeignet – dank ihrer geringen Größe und ihrer Fähigkeit, entlang neuronaler Bahnen zu wandern.
Darauf ausgelegt, Exosomensignale in Richtung ZNS zu bringen – ohne Lumbalpunktion oder Operation.
Exosomen sind 30–150 Nanometer groß – deshalb ist dieser Weg für den Transport von der Nase zum Gehirn besonders relevant.
Auf Komfort und minimale Invasivität ausgelegt – und damit eine der kinderfreundlichsten verfügbaren Behandlungsoptionen.



01In Ruhe vorbereitet
Das Behandlungsteam erklärt Gerät, Ablauf und Überwachung altersgerecht, damit Familien wissen, was sie erwartet.
02Der Verabreichungsweg im Überblick
Dies ist eine konzeptionelle anatomische Orientierungshilfe – kein Nachweis, dass ein bestimmtes Hirnareal erreicht wird, und kein Versprechen einer klinischen Wirkung.
Symbolbilder und konzeptionelle Darstellungen. Sie zeigen kein garantiertes Ergebnis.

01In Ruhe vorbereitet
Das Behandlungsteam erklärt Gerät, Ablauf und Überwachung altersgerecht, damit Familien wissen, was sie erwartet.

02Der Verabreichungsweg im Überblick
Dies ist eine konzeptionelle anatomische Orientierungshilfe – kein Nachweis, dass ein bestimmtes Hirnareal erreicht wird, und kein Versprechen einer klinischen Wirkung.
Symbolbilder und konzeptionelle Darstellungen. Sie zeigen kein garantiertes Ergebnis.
Die Nasenhöhle ist mit Riechepithel ausgekleidet, das direkt mit dem Riechkolben im Gehirn verbunden ist. Werden aus MSC gewonnene Exosomen intranasal verabreicht, können sie dank ihrer Größe im Nanobereich effizient entlang der Bahnen des Riech- und des Trigeminusnervs bis ins zentrale Nervensystem wandern. Über diesen Weg von der Nase ins Gehirn können Exosomen die Blut-Hirn-Schranke umgehen, Hirngewebe ohne invasiven Eingriff erreichen, sich entlang neuronaler Bahnen in Bereiche verteilen, die für Neuroinflammation relevant sind, und konzentrierte entzündungshemmende microRNAs, Proteine und Signalmoleküle direkt in Richtung ZNS bringen. Bei der Anwendung wird eine vorbereitete Exosomenlösung mit speziellen Applikatoren behutsam in jedes Nasenloch gegeben; das Kind wird dabei so gelagert, dass der Transport von der Nase ins Gehirn optimal unterstützt wird.
Dieser Verabreichungsweg ist besonders relevant für Familien, die nicht invasive, auf das ZNS ausgerichtete Optionen, eine Therapie über die Nase zum Gehirn oder kindgerechte Alternativen zu invasiveren Methoden suchen.

Der Weg beginnt in der Nasenhöhle: Riech- und Trigeminusbahnen bilden dort direkte anatomische Verbindungen zum zentralen Nervensystem.
Da Exosomen um ein Vielfaches kleiner sind als ganze Zellen, eignen sie sich besser dafür, Nasengewebe zu durchqueren und sich entlang neuronaler Bahnen zu bewegen.
Über den Weg von der Nase zum Gehirn können gezielte Signale in Richtung ZNS gelangen – ohne Lumbalpunktion oder chirurgischen Zugang.
Exosomen können entzündungshemmende microRNAs, Proteine und weitere Signalmoleküle in Bereiche transportieren, die für Neuroinflammation und Funktionsstörungen des ZNS relevant sind.
Exosomen eignen sich besonders gut für den intranasalen Weg, weil sie im Nanobereich liegen und damit deutlich kleiner sind als ganze Zellen. Mesenchymale Stammzellen haben in der Regel einen Durchmesser von 15–30 Mikrometern, Exosomen messen dagegen nur 30–150 Nanometer. Dadurch durchqueren sie das Nasenepithel und neuronale Bahnen weitaus effizienter. Über diesen nicht invasiven Weg kann also eine höhere Konzentration therapeutischer Fracht das Gehirn erreichen – darunter entzündungshemmende microRNAs, neuroprotektive Proteine und immunmodulierende Lipide. Zudem behalten Exosomen während des Transports ihre biologische Aktivität und bringen ihre Signalfracht intakt zu den Zielzellen im ZNS.
Dieser Verabreichungsweg ist besonders attraktiv für Familien, die eine auf das zentrale Nervensystem ausgerichtete Option suchen – ohne Punktion an der Wirbelsäule.
Einer der wichtigsten praktischen Vorteile für Familien: Die intranasale Exosomengabe lässt sich in der Regel bequem ohne Sedierung oder Narkose durchführen.
Da Exosomen zellfrei sind, entfallen bei diesem Weg die praktischen Belastungen, die mit der Gabe lebender Zellen verbunden sind.
Die geringe Größe der Exosomen ist der Hauptgrund, warum dieser Weg in der Diskussion über regenerative Medizin bei Autismus so stark betont wird.
Die intranasale Gabe ist oft dann am überzeugendsten, wenn sie in einem individuellen Plan mit systemischen oder anderen auf das ZNS ausgerichteten Verfahren kombiniert wird.
Das Verfahren wird als im Allgemeinen gut verträglich beschrieben und als angenehmer als invasivere Verabreichungswege.
Bei Kindern mit Autismus ist die intranasale Exosomengabe besonders interessant, weil Neuroinflammation und Funktionsstörungen des ZNS zentrale biologische Merkmale dieses Störungsbilds sind. Die intranasale Gabe kann Wirkungen gegen Neuroinflammation unterstützen: durch den direkten Zugang zum ZNS, durch konzentrierte neuroprotektive und neurotrophe Signale entlang neuronaler Bahnen, durch Immunmodulation im Mikromilieu des Gehirns und als ergänzende Unterstützung in Kombination mit IV-MSC-Therapie oder intrathekaler Gabe. Dieser Weg ist besonders für jüngere Kinder und für Familien attraktiv, die weniger invasive Optionen suchen, denn er erfordert weder Sedierung noch Narkose oder Lumbalpunktion.
Bei Kindern mit Autismus sind Neuroinflammation und Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems (ZNS) zentrale biologische Merkmale. Die intranasale Gabe von Exosomen kann antineuroinflammatorische Effekte und die Immunmodulation im Gehirn unterstützen und die intravenöse und intrathekale Gabe ergänzen. Wenn Sie sich mit diesen Möglichkeiten befassen, lesen Sie auch unsere Themenseiten „Autismus und Neuroinflammation“ und „Autismus und Sprachverzögerung“.

Unser Team kann Ihnen erläutern, wie eine nicht invasive, auf das ZNS ausgerichtete Therapie den Behandlungsplan Ihres Kindes ergänzen kann.
Die intranasale Exosomentherapie hebt sich ab, weil sie ein gezielt auf das zentrale Nervensystem ausgerichtetes Konzept mit einer angenehmeren, nicht invasiven Form der Gabe verbindet. Gerade diese Kombination macht sie für viele Familien zu einer der wichtigsten Optionen, die sie mit unserem ärztlichen Team besprechen.
Beurteilen sollte man sie nicht isoliert, sondern im Rahmen einer umfassenderen klinischen Strategie, die je nach Profil des Kindes auch systemische, intrathekale oder unterstützende Wege umfassen kann.

Die intranasale Exosomentherapie ist in der Regel ein Baustein eines Protokolls mit mehreren Verabreichungswegen. Sie kann kombiniert werden mit intravenöser MSC-Therapie für systemische entzündungshemmende und immunmodulierende Effekte, mit intrathekaler MSC-Gabe direkt in den Liquor, wenn dies klinisch angezeigt ist, mit intravenöser Exosomentherapie für systemische zellfreie Signale sowie mit begleitenden Nährstoffinfusionen. Ob die intranasale Exosomengabe für ein Kind geeignet ist, entscheidet unser Ärzteteam im Rahmen der individuellen Behandlungsplanung anhand des klinischen Profils, des Alters und der Behandlungsziele.
Die Exosomentherapie als eigenständige Behandlung – und welche Rolle zellfreie Signalübertragung in der regenerativen Medizin bei Autismus spielt.
Zur BehandlungsseiteNicht invasive intranasale Gabe und direkte Verabreichung in den Liquor im Vergleich: Welcher auf das ZNS ausgerichtete Weg könnte am besten passen?
Zur BehandlungsseiteWie eine systemische intravenöse Stammzelltherapie die intranasale Exosomengabe in einem Protokoll mit mehreren Verabreichungswegen ergänzen kann.
Zur BehandlungsseiteWie intranasale, intravenöse, intrathekale und unterstützende Therapien in umfassenden Protokollen mit mehreren Verabreichungswegen kombiniert werden können.
Zur BehandlungsseiteDie intranasale Exosomengabe wird im Allgemeinen gut vertragen. Sie ist nicht invasiv, erfordert keine Sedierung und lässt sich in der Regel in einer angenehmen klinischen Umgebung durchführen. Da Exosomen zellfrei sind, entfällt jedes Risiko, das mit der Gabe lebender Zellen verbunden ist. Manche Kinder spüren eine leichte, vorübergehende Reizung der Nase. Wie bei allen Behandlungsformen bespricht unser Ärzteteam möglichen Nutzen, Grenzen und Risiken offen mit den Familien, bevor die intranasale Gabe in ein Behandlungsprotokoll aufgenommen wird.

Warum Neuroinflammation ein zentraler Ansatzpunkt der Behandlung bei Autismus ist – und wie auf das ZNS ausgerichtete Verfahren dabei helfen können.
Mehr zum ThemaDie Autismus-Spektrum-Störung und die biologischen Faktoren, die regenerative Verfahren für manche Kinder relevant machen.
Mehr zum ThemaDer Zusammenhang zwischen Autismus und Sprachverzögerung – und warum neurologische Unterstützung für die Sprachentwicklung relevant sein kann.
Mehr zum ThemaAntworten auf die häufigsten Fragen von Familien, die eine intranasale Exosomengabe für ihr Kind in Betracht ziehen.
Die intranasale Exosomengabe ist nicht invasiv und wird im Allgemeinen gut vertragen. Dabei wird eine Lösung in die Nasenlöcher gegeben, ähnlich wie ein Nasenspray – ganz ohne Nadeln, Sedierung oder Narkose. Manche Kinder verspüren ein leichtes, vorübergehendes Unbehagen in der Nase.
Exosomen sind Vesikel im Nanobereich (30–150 Nanometer) und damit weitaus kleiner als ganze mesenchymale Stammzellen (15–30 Mikrometer). Dank dieser winzigen Größe durchqueren sie das Nasenepithel und neuronale Bahnen deutlich effizienter und bringen konzentrierte therapeutische Fracht direkt in Richtung Gehirn. Außerdem sind Exosomen zellfrei, was die Anwendung vereinfacht.
Beide Wege sollen Wirkstoffe in Richtung ZNS bringen. Bei der intrathekalen Gabe gelangen MSC über eine Lumbalpunktion direkt in den Liquor; damit können höhere lokale Konzentrationen erreicht werden. Die intranasale Exosomengabe ist nicht invasiv und nutzt neuronale Bahnen, um das Gehirn zu erreichen. Je nach klinischem Bedarf des Kindes kann unser Ärzteteam einen oder beide Wege empfehlen.
Die intranasale Exosomentherapie kann zwar eigenständig angewendet werden, meist ist sie jedoch Teil eines Protokolls mit mehreren Verabreichungswegen, das auch IV-MSC-Therapie und/oder intrathekale Gabe umfassen kann. Der optimale Ansatz wird in der individuellen Behandlungsplanung festgelegt.
Unser medizinisches Koordinationsteam kann die Bedürfnisse Ihres Kindes mit Ihnen besprechen, die Rolle der intranasalen Gabe in einem umfassenderen Behandlungsrahmen erläutern und Ihnen helfen einzuschätzen, ob dieses nicht invasive Verfahren infrage kommen könnte. Kostenlos und unverbindlich.

Die Wissenschaft dahinter
Diese Szenen verknüpfen biologische Zusammenhänge mit sorgfältigen ärztlichen Gesprächen, die ihnen Kontext, Grenzen und Bedeutung geben.



Symbolbilder und schematische Darstellungen. Empfehlungen richten sich nach der individuellen ärztlichen Beurteilung.